Bitte Referendum unterschreiben

Seit der Ausrottung der Grossraubtiere in der Schweiz hat der Schalenwildbestand stetig zugenommen. Dies hat einen grossen Einfluss auf die natürliche Verjüngung im Wald, denn Wild knabbert gern mal an Knospen und frischen Trieben und gefährdet damit das Wachstum des Nachwuchses. Wenn es sich um Schutzwald handelt hat dies auch Auswirkungen auf die menschliche Sicherheit.
Die Jagd übernimmt bei der Regulation des Wildbestandes eine wichtige Aufgabe. Aber die Jagd allein schafft es nicht, die Wildbestände konstant zu halten. Die Wildbestände nehmen stetig zu und somit auch die Schäden im Wald.

Im Gegensatz zum Flachland verläuft die Verjüngung im Bergwald nur langsam und beschränkt sich auf drei bis sechs Baumarten. Diese spärliche Vielfalt im Jungwuchs wird durch selektiven Wildverbiss und immer stärker auch vom Klimawandel bedroht. Doch gerade in Zeiten des Wandels sind wir auf Vielfalt angewiesen, um für eine ungewisse Zukunft gewappnet zu sein. Die Präsenz der Wölfe hat zu einer deutlichen Verringerung der Schäden an der Verjüngung im Wald durch Schalenwild geführt. Er hat das Wild bislang zwar nicht reduziert, aber anders im Wald verteilt.

In der Schweiz leben sechs reproduzierende Wolfsrudel mit insgesamt 60 – 80 Tieren. Jährlich werden von diesen Wölfen etwa 200 Nutztiere gerissen, insbesondere Schafe auf unbehüteten Alpen. Jährlich sterben jedoch gegen die 4000 Schafe an Krankheit und durch Abstürze.

Das neue Jagdgesetz delegiert den Abschussentscheid eines Wolfes an die Kantone. Dabei muss ein Wolf nicht mehr Schaden anrichten, um geschossen werden zu können, sondern es reicht ein drohender Schaden. Der Schutz einer Herde ist nicht mehr Voraussetzung, dass ein Wolfsriss als Schaden gilt. Diese Lockerung widerspricht der Berner Konvention über die Erhaltung der europäischen wildlebenden Pflanzen und Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume, die die Schweiz im Jahre 1981 unterzeichnet hat.

Das Bergwaldprojekt macht sich für den Wolf stark, damit er unsere Wälder gesund und leistungsfähig hält. Machen auch Sie sich für den Bergwald stark und unterschreiben Sie das Referendum.

Unterschriftenbogen zum Ausdrucken und Einsenden (PDF)
www.jagdgesetz-nein.ch

Wildlebender Wolf (ein Jungtier, ca. sechs Monate alt) in der Schweiz (Fotofallenaufnahme) © Gruppe Wolf Schweiz
Wildverbiss an einer Weisstanne.
Ein Freiwilliger bringt einen Verbissschutz an einer Weisstanne an.

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