Monika Blessing
Jahrgang: 1965
Arbeit beim Bergwaldprojekt: Bäume fällen, Wegebau, Wildzaun abbrechen
Beruf: Maschinenbautechnikerin
Lieblingsbaum: Hainbuche
Freizeit: wandern, Rad fahren, skaten

Monika, erzähl uns mal von deinem Beruf.
Ich arbeite in einem Konstruktionsbüro und entwickle Teile für Kaffeemaschinen. Es handelt sich da um grosse Kaffeemaschinen fürs Gastrogewerbe. Die Teile, die meine Kollegen und ich entwickelt haben, werden da vor Ort hergestellt und in die Prototyen der Kaffeemaschinen eingebaut und getestet. Da sind wir natürlich immer gespannt, ob’s funktioniert!

Und im Bergwaldprojekt, musstest du da den anderen den Kaffee zubereiten?
Nein, dank unserer Zauberfee stand der Kaffee samt Frühstück fertig auf dem Tisch! (lacht)

Du warst im Projekt in Schaan. Was hast du denn da für Arbeiten gemacht?
Ich hab Bäume gefällt, Wege gepflegt und einen von der Lawine zerquetschten Wildzaun abgebaut. Ich war stolz darauf, mit der Handsäge einen Baum zu fällen und dass er auch in die vorgesehene Richtung gefallen ist. Das hätte ich nie gedacht, dass ich mal so was machen würde! Aber auch der Wegebau hat mir sehr gefallen. Wir haben so konzentriert gearbeitet und waren am Abend beim Zurücklaufen erstaunt, wie viel wir geschafft hatten!

Bäume fällen und Wege bauen, das ist etwas sehr anderes als Kaffeemaschinen bauen, oder?
Auf jeden Fall! Bei meiner Arbeit sitze ich am Computer und leiste reine Kopfarbeit und muss weit vorausschauen. Beim Bäume fällen muss man ganz konzentriert sein auf das, was man gerade tut, man muss voll im Hier und Jetzt sein und es ist körperlich anstrengend. Wir haben alle so richtig «rangeklotzt»! Das hat mir geholfen den Kopf leer zu bekommen von der Arbeit. Der Wegebau war da etwas meditativer, man hatte Zeit während der Arbeit etwas zu sinnieren und die Gedanken schweifen zu lassen.

Also kommst du wieder mal in eine Projektwoche?
Auf jeden Fall! Das komplett weg sein von der Zivilisation spricht mich schon an.

Was fasziniert dich an den Projektwochen?
Mir hat besonders gefallen, wie schnell wir zu einer Gemeinschaft zusammengewachsen sind durch die Teamarbeit, die wir geleistet haben. Da hat jeder auf jeden Rücksicht genommen und wir haben uns gegenseitig immer geholfen. Dabei hatten wir uns am Anfang gar nicht gekannt! Das hat mir schon Eindruck gemacht. Mir hat auch das Draussen sein sehr gutgetan und das Erahnen der Naturgewalten, wie bei diesem Wildzaun, der von der Lawine zerstört wurde oder bei den von Geröll verschütteten Wegen.

Wie bist du mit dem Leben in der Hütte zurechtgekommen?
Ich habe nicht in der Hütte geschlafen, ich hatte ein kleines Zelt dabei. Ich wollte das so, um im wahrsten Sinn des Wortes auf den Boden zu kommen. Es war eng, hatte gerade für meine Schlafmatte und meinen Rucksack Platz. Meine Wanderschuhe habe ich oben drauf gestellt, damit in der Nacht keine Schnecke reinkriecht! Früher gingen wir oft zelten mit der Familie, aber da waren wir auf Zeltplätzen und hatten ein grosses Zelt dabei.

Bist du in deinem Alltag oft in der Natur?
Ja, so viel ich nur kann. Ich brauche das zum Ausgleich zu meiner Arbeit. Ich fahre mit dem Rad zur Arbeit, wandere sehr gern und im Winter geh ich am liebsten skaten.

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