Crap Maria

Anmeldung Einzelpersonen

Für die Anmeldung ist die gleichzeitige Auswahl mehrerer Wochen möglich:

Ort & Landschaft

Ort

Das Calancatal ist ein wildes, steiles Bergtal, seit Jahrhunderten von der Berglandwirtschaft geprägt. In der Vegetation, den Häusern, den Menschen und im Essen erkennt man deutlich den südlichen Einfluss, den das ins Tessin führende Bündner Tal hat. Zwischen den Dörfern Buseno und Castaneda erstreckt sich das 200 Meter hohe Felsband «Crap de Maria» parallel zum Tal.

Wald und Kulturlandschaft

Das rund 30 Hektar grosse Inventarobjekt «Orlo Grande-Crap de Maria» regionaler Bedeutung wurde bis vor einigen Jahren mit Ziegen aus den umliegenden Dörfern beweidet. Die Beweidung auf dem trockenen, felsigen Standort hat über die Jahre zu einem Mosaik aus offenen und halboffenen Flächen geführt, welche ein wertvoller Lebensraum für verschiedene seltene und schützenswerte Tier- und Pflanzenarten darstellen. Zum Zeitpunkt der Inventaraufnahme 1990 wurde der Standort als «Weitgehend baumlose Felsenheide» und als wertvoller Reptilienlebensraum bezeichnet. Aufgrund der Grösse, der geografischen Lage sowie der Südexposition kann das Gebiet für den Kanton Graubünden wohl als einzigartig bezeichnet werden.
ANU 2017

Arbeiten

Im Projekt Crap Maria werden hauptsächlich Entbuschungsarbeiten geleistet und aufwändige, robuste Zäune für die Beweidung mit Ziegen gebaut. Die forstlichen Arbeiten werden immer unter Anleitung von erfahrenen Projektleitenden und Gruppenleitenden durchgeführt. Eine situations- und wetterbedingte Anpassung der Arbeiten ist jederzeit möglich.

Ziegenherde

Der Trockenstandort wird im Frühling und Herbst mit lokalen Ziegen beweidet. Die rund 200 bis 300 Tiere werden in grossen Zäunen gehalten, wo sie einen wertvollen Beitrag zur Öffnung der eingewachsenen Flächen leisten. Die Beweidung findet unter der Leitung des Bergwaldprojekts statt. Die Verantwortlichen des Bergwaldprojekts betreuen zusammen mit den Freiwilligen die Tiere und zäunen sie regelmässig um.

Am Sonntag werden die Arbeiten und das Bergwaldprojekt in einem Einführungsvortrag vorgestellt. Der Tag der Freiwilligen beginnt jeweils mit einem währschaften Morgenessen um 6.30 Uhr. Ein Halbtag pro Woche ist für die gemeinsame forstliche Exkursion in der näheren Umgebung reserviert. Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehört auch die Unterstützung der Köchin beim Aufräumen und Abwaschen.

Idee, Ziel und Projektpartner

Das Gebiet soll ausgelichtet und auf geeigneten Flächen mittel- bis langfristig wieder extensiv mit Ziegen beweidet werden. Der offene bis halboffene Charakter der Felsenheide soll wieder hergestellt werden und als Lebensraum und Vernetzungselement unter anderem für zahlreiche Tagfalter, Heuschrecken und Reptilien dienen. Durch die Aufwertung des Gebietes werden gleich mehrere National Prioritäre Handlungsarten gefördert, zusätzlich leisten die Massnahmen einen wertvollen Beitrag zum Landschaftsbild an diesem einzigartigen Ort. ANU 2017
Im Auftrag des Amts für Natur und Umwelt (ANU) führt das Bergwaldprojekt die forstlichen Arbeiten zur Öffnung des Inventarobjekts «Orlo Grande-Crap de Maria» durch und beweidet die Flächen ab 2018 wieder mit einheimischen Ziegen. In die Massnahmenplanung und Überwachung sind neben dem ANU und dem Bergwaldprojekt auch der lokale Forstdienst, die Gemeinde Castaneda und externe Experten involviert.
Mit der gezielten Beweidung der Flächen im Frühling und Herbst soll sich für Gemeinden und Forst ein weiteres Problem lösen. Die lokalen Ziegen werden zum Teil noch auf «traditionelle» Art und Weise frei rund um die Dörfer gehalten. Oft trifft man sie in den angrenzenden, steilen Wäldern an, wo sie erhebliche Schäden anrichten und die Schutzfunktion des Waldes beeinträchtigen. Mit dem Projekt wird den Bauern eine Möglichkeit geboten, die Tiere vor und nach der Alpzeit auf die Flächen von Crap Maria zu geben, wo sie durch Hirten betreut auf geeigneten Flächen gehalten werden.

Unterkunft & Verpflegung

Unterkunft

einfache Unterkunft im Calancatal
950 m.ü.M
Mehrbettzimmer
Ess- und Aufenthaltsraum
WC und Duschen
fliessend warmes Wasser
Strom im ganzen Haus

Zelten nicht möglich

Verpflegung

Frühstück und Abendessen in der Unterkunft, Mittagessen im Wald. Es gibt vollwertige Verpflegung basierend auf nachhaltigen Prinzipien (regional, saisonal, biologisch, wenig Fleisch).

Mitnehmen & Spezielles

  • feste, hohe Bergschuhe (über Knöchel) mit Profilsohle, zwei Paar empfohlen
  • Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
  • Regenjacke, Regenhose, Gamaschen empfohlen
  • warme Kleidung!
  • Schlafsack
  • Hausschuhe
  • Stirn- oder Taschenlampe
  • Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung
  • Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche, Thermosflasche empfohlen
  • persönliche Utensilien

Voraussetzungen

  • Gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Die Arbeiten können in steilem Gelände stattfinden.
  • Pünktliches Erscheinen am Treffpunkt. Spätere Anreise oder frühere Abreise sind nicht möglich.
  • Den Anweisungen des Projektpersonals ist Folge zu leisten.
  • Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.
  • Zeckenimpfung (Frühsommer Meningoenzephalitis FSME) empfohlen.
  • Keine Hunde.
  • Während dem Einsatz werden Fotos gemacht, die möglicherweise in unseren Publikationen veröffentlicht werden. Bitte melde dich beim Projektleitenden, falls du damit nicht einverstanden bist.

An- und Abreise

An- und Abreise
Aus ökologischen Gründen bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder Fahrgemeinschaften bilden. Es können keine Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

Treffpunkt (die Teilnahme ist nur möglich mit einer vorgängig bestätigten Anmeldung über das Bergwaldprojekt)
Sonntag, 17.50 Uhr, Postauto Haltestelle «Sta. Maria in Calanca, Posta»

Abschluss
Samstag, 11 Uhr ab Treffpunkt

 

Abmeldung
Bei Verhinderung bitten wir um sofortige Abmeldung unter +41 (0)81 650 40 40 oder info@bergwaldprojekt.ch
Für Notfälle sind wir am Anreisetag erreichbar. Die entsprechende Telefonnummer findet ihr unter dem Link im Bestätigungsmail zur Anmeldung.

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