Avers

Anmeldung Einzelpersonen

Für die Anmeldung ist die gleichzeitige Auswahl mehrerer Wochen möglich:

Ort & Landschaft

Ort

Das neue Projektgebiet im Avers umfasst ausgewählte Wälder und Waldteile von Campsut (ca. 1700 m.ü.M) bis an die Waldgrenze. Weiterhin wird auch im Val Madris gearbeitet. Das Hochtal Avers ist geprägt von der jahrhundertealten Bewirtschaftung durch die Walser. Wo immer möglich wurden Wälder zugunsten von Weiden und Wiesen gerodet. Einzig an Steillagen und Schattenhängen wurden Wälder zur Nutzung von Holz und anderen Waldprodukten erhalten. Viele Lärchen und Arven konnten so über hunderte von Jahren überleben und bilden heute Wälder aus beeindruckenden Baummonumenten.

Wald und Kulturlandschaft

Die Kulturlandschaft im subalpinen Bereich des Avers, bestehend aus Wiesen, Alpweiden und lichtem Lärchen-Arvenwald bildet einen einzigartigen, vernetzten und national bekannten Lebensraum mit grosser Biodiversität und hohem landschaftlichem Wert. In den steilen Lagen ist der Wald ein wichtiger Schutzwald.

Wie im gesamten Alpenraum hat im hochgelegenen Walsertal Avers– bedingt durch den Strukturwandel der Landwirtschaft und den Klimawandel – das Einwachsen der wertvollen Kulturlandschaft eingesetzt. Die vorherrschenden Weidwälder zeigen eine deutliche Verdichtung, die Waldränder erweitern sich, Lawinenzüge wachsen ein, Alpweiden verbuschen. Die Strauchvegetation nimmt zu, Fichte, Alpenerlen, Weiden und Birken stehen am Eingang des Tals bereit zur Invasion. Die bisher lichten Weidwälder werden zu stammzahlreichen und geschlossenen Waldkomplexen („Verwaldung im Wald“).

In steilen Lagen werden bisherige Lawinenhänge schrittweise zu Schutzwäldern, dies ist ein willkommener Aspekt der Einwaldung. Andererseits verschwindet nun aber die typische Hochtallandschaft innerhalb weniger Jahrzehnte. Insbesondere die Baummonumente sind gefährdet: Sie sind von dichtem Jungwald bedrängt und gehen infolge Konkurrenz ein.

Arbeiten

Die forstlichen Arbeiten sind Auslichtung von Weidwäldern, Waldrandpflege, Schutzwaldpflege, Offenhaltung und Entbuschung von Alpweiden sowie die Verbesserung von Weidequalität auf Alpweiden.

Am Sonntag werden die Arbeiten und das Bergwaldprojekt in einem Einführungsvortrag vorgestellt. Der Tag der Freiwilligen beginnt jeweils mit einem währschaften Morgenessen um 6.30 Uhr. Ein Halbtag pro Woche ist für die gemeinsame forstliche Exkursion in der näheren Umgebung reserviert. Zu den Aufgaben der Freiwilligen gehört auch die Unterstützung der Köchin beim Aufräumen und Abwaschen.

Idee, Ziel und Projektpartner

Nach Abschluss des Alpprojekts Madris im letzten Jahr werden in den nächsten Jahren weiterhin Freiwilligeneinsätze zur Pflege und zur Erhaltung der wertvollen Kulturlandschaft im Tal durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem lokalen Forstdienst und ansässigen Älplern werden unterschiedliche Arbeiten organisiert und geleistet.

Unterkunft & Verpflegung

Unterkunft

Einfache Unterkunft in einem umgenutzten Bauernhofgebäude
1600 m.ü.M.
Matratzenlager
kleiner Ess- und Aufenthaltsraum in der Unterkunft
WC
Einfache Dusche
Strom vorhanden

Zelten möglich

Verpflegung

Frühstück und Abendessen in der Unterkunft, Mittagessen im Wald. Es gibt vollwertige Verpflegung basierend auf nachhaltigen Prinzipien (regional, saisonal, biologisch, wenig Fleisch).

Mitnehmen & Spezielles

  • feste, hohe Bergschuhe (über Knöchel) mit Profilsohle, zwei Paar empfohlen
  • Arbeitskleidung, Arbeitshandschuhe
  • Regenjacke, Regenhose, Gamaschen empfohlen
  • warme Kleidung!
  • warmer Schlafsack (in der Nacht können die Temp. um die 0°C Grenze sinken)! Isomatte falls vorhanden
  • Hausschuhe
  • Stirnlampe
  • Sonnencrème, Sonnenbrille, Kopfbedeckung
  • Tagesrucksack, Taschenmesser, Trinkflasche, Thermosflasche empfohlen
  • persönliche Utensilien

 

Spezielles mitnehmen

  • Kopfkissen wenn gewünscht
  • evt. Fixleintuch / Bettlaken

Voraussetzungen

  • Gute körperliche Verfassung und Trittsicherheit. Die Arbeiten können in steilem Gelände stattfinden.
  • Pünktliches Erscheinen am Treffpunkt. Spätere Anreise oder frühere Abreise sind nicht möglich.
  • Den Anweisungen des Projektpersonals ist Folge zu leisten.
  • Versicherung ist Sache der Teilnehmenden.
  • Keine Hunde.
  • Während dem Einsatz werden Fotos gemacht, die möglicherweise in unseren Publikationen veröffentlicht werden. Bitte melde dich beim Projektleitenden, falls du damit nicht einverstanden bist.

An- und Abreise

An- und Abreise
Aus ökologischen Gründen bitte mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen oder Fahrgemeinschaften bilden. Es können keine Parkplätze zur Verfügung gestellt werden.

Treffpunkt (die Teilnahme ist nur möglich mit einer vorgängig bestätigten Anmeldung über das Bergwaldprojekt)
Sonntag, 17.27 Uhr, Postauto Haltestelle «Avers, Campsut»

Abschluss
Samstag, 11 Uhr ab Treffpunkt

 

Abmeldung
Bei Verhinderung bitten wir um sofortige Abmeldung unter +41 (0)81 650 40 40 oder
Für Notfälle sind wir am Anreisetag erreichbar. Die entsprechende Telefonnummer findet ihr unter dem Link im Bestätigungsmail zur Anmeldung.

Newsletter bestellen